Häuserpreisindex Österreich: was der Index zeigt und aktuelle Werte
Ein Häuserpreisindex zeigt, wie sich die Preise von Wohnimmobilien gegenüber einem Basisjahr verändern. In Österreich veröffentlichen ihn die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) und Statistik Austria, beide vierteljährlich. Er sagt, um wie viel Prozent die Preise gestiegen oder gefallen sind, aber nicht, was ein Quadratmeter kostet.
Aktuelle Werte: 2. Quartal 2026
Wohnimmobilienpreisindex der Oesterreichischen Nationalbank, Stand 14.10.2026. Der Index zeigt die Preisentwicklung gegenüber dem Jahr 2000 (= 100), kein Preisniveau in Euro.
| Reihe | Index | zum Vorquartal | zum Vorjahresquartal |
|---|---|---|---|
| Wien, gesamt | 307,8 | +0,2 % | +2,9 % |
| Wien, Einfamilienhäuser | 247,5 | +4,6 % | +5,9 % |
| Wien, Eigentumswohnungen | 312,2 | −0,1 % | +2,7 % |
| Wien, neue Eigentumswohnungen | 294,4 | −0,7 % | +3,1 % |
| Wien, gebrauchte Eigentumswohnungen | 301,6 | +0,2 % | +2,4 % |
| Österreich ohne Wien, gesamt | 266,2 | +1,0 % | +4,2 % |
| Österreich ohne Wien, Einfamilienhäuser | 234,0 | +1,1 % | +4,0 % |
| Österreich ohne Wien, Eigentumswohnungen | 279,6 | +1,0 % | +4,3 % |
| Österreich, gesamt | 274,0 | +0,7 % | +3,6 % |
Veränderung zum Vorjahresquartal: Wert der OeNB. Veränderung zum Vorquartal: von uns aus dem Index berechnet.
Verlauf 1. Quartal 2015 bis 2. Quartal 2026
Alle Quartale als Tabelle
| Quartal | Wien | ohne Wien | Österreich |
|---|---|---|---|
| 2. Quartal 2026 | 307,8 | 266,2 | 274,0 |
| 1. Quartal 2026 | 307,3 | 263,5 | 272,2 |
| 4. Quartal 2025 | 305,6 | 259,4 | 269,2 |
| 3. Quartal 2025 | 302,2 | 259,4 | 268,0 |
| 2. Quartal 2025 | 299,2 | 255,5 | 264,5 |
| 1. Quartal 2025 | 300,4 | 257,0 | 265,8 |
| 4. Quartal 2024 | 296,9 | 255,4 | 263,6 |
| 3. Quartal 2024 | 296,8 | 256,3 | 264,1 |
| 2. Quartal 2024 | 300,1 | 255,1 | 264,5 |
| 1. Quartal 2024 | 296,8 | 257,5 | 264,8 |
| 4. Quartal 2023 | 303,2 | 256,3 | 266,5 |
| 3. Quartal 2023 | 307,6 | 259,8 | 270,2 |
| 2. Quartal 2023 | 310,1 | 259,9 | 271,2 |
| 1. Quartal 2023 | 312,1 | 259,8 | 271,8 |
| 4. Quartal 2022 | 312,6 | 261,2 | 272,9 |
| 3. Quartal 2022 | 320,4 | 265,4 | 278,3 |
| 2. Quartal 2022 | 319,9 | 264,3 | 277,5 |
| 1. Quartal 2022 | 309,6 | 256,5 | 269,0 |
| 4. Quartal 2021 | 298,4 | 247,4 | 259,3 |
| 3. Quartal 2021 | 292,2 | 236,9 | 251,2 |
| 2. Quartal 2021 | 283,0 | 233,3 | 245,3 |
| 1. Quartal 2021 | 276,8 | 227,3 | 239,4 |
| 4. Quartal 2020 | 268,0 | 217,2 | 230,4 |
| 3. Quartal 2020 | 265,1 | 214,1 | 227,5 |
| 2. Quartal 2020 | 255,6 | 206,9 | 219,5 |
| 1. Quartal 2020 | 249,5 | 199,3 | 213,1 |
| 4. Quartal 2019 | 244,9 | 196,3 | 209,5 |
| 3. Quartal 2019 | 242,4 | 195,2 | 207,8 |
| 2. Quartal 2019 | 245,4 | 193,7 | 208,6 |
| 1. Quartal 2019 | 240,3 | 193,8 | 206,1 |
| 4. Quartal 2018 | 234,8 | 193,9 | 203,3 |
| 3. Quartal 2018 | 236,1 | 192,0 | 203,2 |
| 2. Quartal 2018 | 229,4 | 187,1 | 197,6 |
| 1. Quartal 2018 | 227,7 | 186,2 | 196,4 |
| 4. Quartal 2017 | 220,1 | 178,8 | 189,3 |
| 3. Quartal 2017 | 221,6 | 175,0 | 188,2 |
| 2. Quartal 2017 | 220,1 | 176,5 | 188,3 |
| 1. Quartal 2017 | 220,0 | 169,3 | 183,0 |
| 4. Quartal 2016 | 219,4 | 166,5 | 180,8 |
| 3. Quartal 2016 | 215,3 | 167,4 | 180,3 |
| 2. Quartal 2016 | 215,0 | 169,3 | 181,7 |
| 1. Quartal 2016 | 220,3 | 163,6 | 178,9 |
| 4. Quartal 2015 | 212,3 | 158,4 | 172,9 |
| 3. Quartal 2015 | 209,0 | 152,8 | 168,0 |
| 2. Quartal 2015 | 208,7 | 150,1 | 165,9 |
| 1. Quartal 2015 | 206,8 | 150,2 | 165,5 |
Quelle: OeNB, Wohnimmobilienpreisindex (Tabelle 6.6), 2. Quartal 2026, Stand 14.10.2026 · OeNB, DataScience Service GmbH (DSS), TU Wien, Prof. Feilmayr. Index 2000 = 100.
Der Index dient hier der Information. Der Rechner auf der Seite Immobilienbewertung verwendet ihn nicht.
Was ist ein Häuserpreisindex?
Häuserpreisindex (auch Wohnimmobilienpreisindex): eine Kennzahl, die die Preisentwicklung von Wohnimmobilien über die Zeit misst. Das Basisjahr erhält den Wert 100; ein Indexwert von 150 bedeutet, dass vergleichbare Wohnimmobilien um die Hälfte teurer sind als im Basisjahr.
Entscheidend ist das Wort vergleichbar. Ein Index rechnet heraus, dass in einem Quartal mehr Neubauten, größere Wohnungen oder bessere Lagen verkauft werden als im vorigen. Er vergleicht also nicht die Durchschnittspreise zweier Quartale, sondern die Preise ähnlicher Objekte. Fachlich heißt das Qualitätsbereinigung; die OeNB verwendet dafür ein hedonisches Regressionsmodell.
Wer veröffentlicht den Index und wie oft?
Oesterreichische Nationalbank. Die OeNB veröffentlicht vierteljährlich den Wohnimmobilienpreisindex, getrennt für Wien und für Österreich ohne Wien, jeweils für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen, in Wien zusätzlich für neue und gebrauchte Wohnungen. Basis ist das Jahr 2000. Die Reihe entsteht gemeinsam mit der DataScience Service GmbH und der TU Wien. Die Tabelle oben stammt aus dieser Reihe.
Statistik Austria. Statistik Austria berechnet ebenfalls vierteljährlich einen Häuser- und Wohnungspreisindex (HPI) für ganz Österreich, auf Grundlage europäischer Verordnungen und aus Kaufverträgen privater Haushalte im Grundbuch. Er unterscheidet neuen und bestehenden Wohnraum, Basis ist das Jahr 2025. Für das 2. Quartal 2026 meldete Statistik Austria am 23.09.2026 vorläufig ein Plus von 5,1 % zum Vorjahresquartal; das 3. Quartal ist für den 18.12.2026 angekündigt. Die Seite zum Häuserpreisindex führt alle Werte.
Beide Indizes können frühere Quartale nachträglich überarbeiten. Ein Wert, der heute für ein Quartal genannt wird, kann in der nächsten Veröffentlichung leicht anders lauten.
Index oder Preisniveau: der Unterschied
Ein Index beantwortet die Frage „Wie stark haben sich die Preise verändert?“. Ein Preisniveau beantwortet die Frage „Was kostet ein Quadratmeter?“. Aus einem Indexwert lässt sich kein Quadratmeterpreis ablesen, und aus zwei Quadratmeterpreisen verschiedener Jahre keine verlässliche Preisentwicklung: Was in einem Jahr verkauft wurde, unterscheidet sich vom Vorjahr.
Für das Preisniveau gibt es andere Quellen. Statistik Austria veröffentlicht einmal jährlich Durchschnittspreise je Bundesland und Bezirk, die auf unseren Seiten Immobilienpreisspiegel Österreich, Immobilienpreise Wien und Immobilienpreise Niederösterreich stehen.
Wie Sie die Veränderungsraten lesen
Zum Vorjahresquartal. Das ist die übliche Kennzahl: dasselbe Quartal ein Jahr zuvor. Saisonale Schwankungen gleichen sich dabei aus, weil Frühjahr mit Frühjahr verglichen wird. Diesen Wert veröffentlicht die OeNB selbst.
Zum Vorquartal. Er zeigt die kurzfristige Bewegung, schwankt aber stärker, weil die Reihe nicht saisonbereinigt ist. Ein einzelnes negatives Quartal ist noch keine Trendwende. Diesen Wert haben wir aus dem Index berechnet; die OeNB weist ihn in der Tabelle nicht aus.
Ein Indexanstieg ist zudem nominal. Ob Wohnimmobilien real teurer geworden sind, zeigt erst der Vergleich mit der Inflation im selben Zeitraum.
Was der Index für Ihre Wohnung oder Ihr Haus bedeutet
Der Index beschreibt den Markt einer ganzen Region. Eine einzelne Wohnung kann sich davon deutlich entfernen: Lage im Bezirk, Zustand des Hauses, Stockwerk, Freiflächen. Einen statistischen Richtwert für ein konkretes Objekt liefert der Rechner zur Immobilienbewertung; in Wien und Niederösterreich bewerten wir anhand vergleichbarer Verkäufe.
Sie möchten wissen, was Ihre Immobilie in Wien oder Niederösterreich heute wert ist? Wir bewerten anhand vergleichbarer Verkäufe und erklären, wie der Preis zustande kommt.
Immobilienbewertung anfragen · Kontakt · WhatsApp +43 677 64127708
Beratung auf Deutsch, Russisch, Ukrainisch und Englisch.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt allgemeine Informationen zum Stand 30.10.2026 wieder und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung im Einzelfall. Für Ihre konkrete Situation beraten wir Sie persönlich und ziehen, wo nötig, einen Anwalt oder Steuerberater bei.
Häufige Fragen
Was ist der aktuelle Häuserpreisindex in Österreich?
Die jüngsten Werte der OeNB stehen in der Tabelle oben, mit Quartal und Datenstand. Sie umfassen Wien, Österreich ohne Wien und Österreich gesamt.
Wer veröffentlicht den Häuserpreisindex?
Die Oesterreichische Nationalbank veröffentlicht den Wohnimmobilienpreisindex für Wien und Österreich ohne Wien; Statistik Austria veröffentlicht einen Häuserpreisindex für ganz Österreich. Beide erscheinen vierteljährlich.
Kann ich aus dem Index den Preis pro Quadratmeter ablesen?
Nein. Ein Index zeigt die Veränderung gegenüber einem Basisjahr. Durchschnittspreise in Euro pro Quadratmeter veröffentlicht Statistik Austria gesondert, einmal im Jahr.
Warum unterscheiden sich die Zahlen von OeNB und Statistik Austria?
Die beiden Indizes haben verschiedene Basisjahre, Datenquellen und Gliederungen: Die OeNB trennt Wien vom übrigen Österreich, Statistik Austria trennt Neubau und Bestand für ganz Österreich.
Was bedeutet eine Veränderung zum Vorjahresquartal?
Sie vergleicht ein Quartal mit demselben Quartal des Vorjahres. Saisonale Schwankungen gleichen sich so aus. Ein Wert von plus drei Prozent heißt: Vergleichbare Wohnimmobilien kosteten drei Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Sagt der Index voraus, wie sich die Preise entwickeln?
Nein. Der Index beschreibt vergangene Quartale. Prognosen enthält er nicht, und wir leiten auch keine daraus ab.
Quellen
- https://www.oenb.at/isawebstat/stabfrage/createReport?lang=DE&report=6.6 — OeNB, Wohnimmobilienpreisindex, Tabelle 6.6, Stand 14.10.2026
- https://www.statistik.at/statistiken/volkswirtschaft-und-oeffentliche-finanzen/preise-und-preisindizes/haeuserpreisindex-und-ooh-pi — Statistik Austria, Häuserpreisindex
- https://www.statistik.at/statistiken/volkswirtschaft-und-oeffentliche-finanzen/preise-und-preisindizes/immobilien-durchschnittspreise — Statistik Austria, Immobilien-Durchschnittspreise